Was tun gegen Hass im Netz? « „Roter Baum“ e.V. Zwickau

Was tun gegen Hass im Netz?

„Kids gegen Rassismus“ wollen beim diesjährigen Thementag Populismus entlarven.
Getanzt werden darf auch. – Uta Pasler in der „Freien Presse“ vom 26.10.2017

Zwickau. Die Werbung der Veranstalter ist Programm: ein nacktes Hinterteil mit Trump-Locke, dazu der Spruch „Popolismus is fürn Arsch!“ Am 4. November soll der zunehmende Populismus Thema bei der 6. Anti-Rassismus-Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Zwickauer Vereins „Roter Baum“ sein. Neben Inhalten versprechen die Macher Musik. Vier Bands spielen an diesem Abend, der 18 Uhr in der Aula der Westsächsischen Hochschule in der Scheffelstraße 39 beginnt.
Seit Jahren warnen DGB und „Roter Baum“ vor rechten Umtrieben in der Stadt. Nach dem Auffliegen des NSU-Trios haben sie nach einer Idee gesucht zu zeigen, dass Zwickau anders tickt, erklärt Gewerkschaftssekretär Matthias Eulitz. „Es ging und geht um den Ruf der Region, für Arbeitgeber wie auch für Studenten“, ergänzt er. Die Idee des Thementages „If the Kids are United Against Racism“ – zu Deutsch: Wenn Kinder vereint gegen Rassismus sind – war geboren.
Am 4. November wird es zwei Workshops geben. Der eine zum Thema „Meinungsbildung und Informationsbeschaffung“ wird von Tanja Goldbecher geleitet, Redakteurin der „Freien Presse“. Im zweiten Workshop thematisiert Politikwissenschaftlerin Julia Schramm, Mitglied im Berliner Landesvorstand der Linken, Hass im Internet.
René Hahn vom „Roten Baum“: „Wir haben in den vergangenen zwei, drei Jahren festgestellt, dass sich der Ton verschärft hat. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass man wieder sachlicher miteinander umgeht.“ Laut Silke Dinger, Sprecherin der WHZ, ist das auch ein Anliegen der Hochschule. „Da Sen sibilität zu schaffen, ist auch für unsere Studenten wichtig.“
Im Anschluss an die Workshops soll es eine Diskussionsrunde geben. Im Podium sitzen neben den beiden Referenten und Musikern dieses Abends Gewerkschaftssekretär Eulitz, Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß (CDU) und Alexander Thumfart, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Erfurt.
Die Bands des Abends versprechen Rock, Hardcore, Electro, sogar ein bisschen Neue Deutsche Welle, alle aber auf jeden Fall Punk. Den Anfang machen Narcolaptic aus Hamburg, dann kommen 210 aus Moskau, FCKR aus Leipzig und Shutcombo aus Bad Dürrenberg. Die bestbesuchten Thementage hatten laut Veranstalter 500 Teilnehmer.
Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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