Zehn Thesen « „Roter Baum“ e.V. Zwickau

Die Zehn Thesen des „Baumhaus“

1. Im Jugendverein „Roter Baum“ Zwickau finden sich hochmotivierte Jugendliche, die in ihrer Stadt etwas bewegen wollen. Der Verein mit seinen über 60 Mitgliedern hat bis heute jedoch keine eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung.

2. Die schrumpfende Stadt Zwickau ist von weiteren Einschnitten in allen Bereichen des kulturellen und sozialen Lebens bedroht. Doch die Schrumpfung muss auch als Chance begriffen werden. So bietet der zunehmende Leerstand an Immobilien potentielle Freiräume für kreative Experimente.

3. Neue Wege müssen beschritten werden, um der Schrumpfung zu begegnen. Projekten des Dritten Sektors kommt heute und in Zukunft eine besondere Bedeutung zu. Die Arbeit gemeinnütziger Vereine muss daher von der Stadt Zwickau unterstützt werden.

4. Ein Alternatives Zentrum ist in Lage die Lebensqualität für junge Menschen in Zwickau zu stärken – und das trotz allgemeiner Schrumpfung! So besteht zumindest Aussicht darauf, dass junge Menschen ihren Lebensmittelpunkt auch weiterhin in Zwickau haben.

5. In Zwickau gibt es stabile rechtsextreme Strukturen. Besonders Andersdenke sind mehr und mehr von rechten Übergriffen bedroht. Für diese Menschen gibt es keinen sicheren Rückzugsort; auch bestehende Jugendclubs und kulturelle Einrichtungen können dies nicht leisten.

6. Alternative Jugendkulturen sind der beste Schutz vor Rechtsextremismus! Menschen, die von rechter Gewalt betroffen sind und/oder sich gegen die extreme Rechte engagieren, finden in einem Alternativen Zentrum ein zu Hause und können darüberhinaus im gemeinsamen Austausch Gegenstrategien entwickeln.

7. Die Freizeitangebote für Jugendliche in Zwickau sind nicht ausreichend. Zwickau mangelt es daher an Lebensqualität. Kreative Köpfe verlassen die Stadt. Das Alternative Zentrum könnte zu einem positiven Impulsgeber für die gesamte soziale und kulturelle Entwicklung in der Stadt werden.

8. Eine Vielzahl verschiedenster Projekte kann ohnehin leerstehende Immobilien zu neuem Leben erwecken und gleichzeitig eine sinnstiftende Funktion in der Freizeit vieler Jugendlicher haben.

9. Das Alternative Zentrum soll verschiedensten Gruppen und Einzelpersonen als Anlaufstelle und Treffpunkt dienen. Dem gegenseitigen Austausch zu bestimmten Themen sind damit keine Grenzen gesetzt. Neues zivilgesellschaftliches Engagement könnte hier seinen Ausgangspunkt nehmen.

10. Das Alternative Zentrum soll unkommerziell sein und sich dennoch weitestgehend selbst finanzieren und damit seine Unabhängigkeit bewahren.

azz