Archiv « „Roter Baum“ e.V. Zwickau

Archiv der Kategorie 'Allgemein'

1. Mai – Immer dabei

Graffitijam am 1. und 2. Mai in der ehemaligen Matratzenfabrik
Kunstmarkt, Diskussionsrunde, Konzert & Aftershow

In der ehemaligen Matratzenfabrik erwartet euch am 1. und 2. Mai viel Kunst und Sprühlack, gute Musik, Verkaufsstände und Diskussionsrunden, wie auch Beschäftigungsangebote für Familien und Kinder. Die Veranstaltung „1.Mai – Immer dabei“ findet nun das dritte Jahr in Folge statt. Die Idee dazu hatten junge Zwickauer Künstler im Jahr 2012.

Langfristig wird mit Veranstaltungen wie dem Graffitijam das Ziel forciert, die ehemalige Matratzenfabrik zu einem Kunst- und Kulturhaus auszugestalten, wo Künstler_innen und Kreative für bezahlbares Geld Ateliers, Werkstätten und Veranstaltungsräume für übersichtliche Beträge anmieten können. Die Industriebrache am Brückenberg 10 soll so im besten Fall einer neuen Nutzung zugeführt werden. Möglichkeiten und Platz sind reichlich vorhanden. Wer also selber Freiraum sucht, um sich zu verwirklichen oder sich mit anderen austauschen möchte, sollte uns am 1. und 2. Mai besuchen kommen.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit des Roten Baum e.V. Zwickau, der IBUg, der KRU, dem Mocc Klub, einigen Privatleuten und den Machern von „1. Mai – Immer dabei“ organisiert und realisiert. Mehr Infos unter: www.ibug-art.de!

Matratzenfabrik wird Graffiti-Werkstatt

Kreative Köpfe möchten Gebäude an der Mulde für Künstler herrichten
Marcus Wellnhofer in der Freien Presse vom 8. April 2014

Zwickau. Wenn Spaziergänger aus der Stadt über die Paradiesbrücke schlendern und dort nach links abbiegen, kommen sie zwangsläufig an einem alten Gemäuer vorbei. Die ehemalige Matratzen- und Polsterfabrik am Brückenberg fristet ein tristes Dasein. Eine Gruppe junger, kreativer Leute möchte das ändern und das Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf wecken.

Plan: neues Kreativzentrum

Unter dem Titel „Urbane Kunst – Fluch oder Segen?“ diskutierten am Samstag in der Szenebar „Barrikade“ Künstler und Initiatoren des Projekts „Kunst- und Kulturfabrik“ darüber, wie in Zwickau ein neues Kreativzentrum in der Matratzenfabrik entstehen kann. Die Idee dazu hatte Architekt Sebastian Kriegsmann, dem die ehemalige Gewerbefläche gegenüber dem Muldenparadies aufgefallen war. Anfang 2013 setzte er sich mit den Eigentümern in Kontakt. Nach mehreren Gesprächen gaben diese grünes Licht, und Kriegsmann begann mit der Besichtigung des Objektes. „Nach der Einschätzung eines Statikers und eines Holzschnitzers ist die Bausubstanz sicher. An der Fassade und im Obergeschoss müsste jedoch etwas gemacht werden. Aber insgesamt ist alles gut“, sagt Kriegsmann. Obwohl die Matratzenfabrik durchaus auch Potenzial für attraktive Wohnungen bieten würde, schwebt Kriegsmann eine alternative Nutzung vor: Er möchte Künstlern auf Basis des Zwickauer Industrie-Erbes einen kreativen Arbeitsplatz ermöglichen und Ateliers einrichten. Zusammen mit René Hahn (Stadtrat Die Linke) und Streetart-Künstler Rico Gruner sind die Ideen und Planungen zur Umsetzung bereits fortgeschritten. „Wir wollen das Gebäude für möglichst viele Leute greifbar machen“, sagt Gruner. Die Räume sollen gegen die Zahlung einer geringen Miete optimal genutzt werden. „Wir möchten Zwickau sukzessive und dauerhaft bereichern. Wir haben dazu viele Ideen im Kopf“, sagt René Hahn. So wären eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt, eine Siebdruck-Manufaktur oder eine Form des urbanen Gärtnerns, bei dem Gemüse mit dem Ziel der Selbstversorgung angebaut wird, denkbar. (mehr…)

„Roter Baum“ schlägt Wurzeln

Zwickaus alternativer Jugendverein hat sein eigenes „Baumhaus“ gefunden
Christian Gesellmann in der Freien Presse vom 20. Dezember 2013

Zwickau – An einer Steinmauer am Dr.-Friedrichs-Ring 73 hängt ein kleines Schild aus Pappe. „Barrikade“ hat jemand darauf geschrieben. Ein Pfeil weist den Weg durch einen kleinen Torbogen zu einer Kellertür, deren Glasscheibe abgeklebt ist. Verbarrikadiert hat sich dort aber niemand. Und von Pappe ist der Keller auch nicht: Der Jugendclub „Barrikade“ ist das Domizil des Vereins „Roter Baum“, der sich mit politischer Bildungs- und Sozialarbeit gegen Rassismus einsetzt. Knapp 3000 Euro haben die Mitglieder in den Ausbau der 140 Quadratmeter großen Räumlichkeiten investiert, Toiletten, Küche, Bar und Bühne eingebaut, Wände gestrichen, Fußböden gefliest und versiegelt. Die Eröffnung Anfang Dezember feierten rund 130 Jugendliche mit einem Mini-Festival. (mehr…)

Eröffnung der Barrikade

Verein findet nach langer Suche Domizil am Dr.-Friedrichs-Ring
Bericht aus der Freien Presse vom 7. Dezember 2013

Zwickau – Der Verein „Roter Baum“ feiert heute die Eröffnung des alternativen Jugendclubs „Barrikade“ am Dr.-Friedrichs-Ring 73. Ab 16 Uhr können die Räume besichtigt werden, am Abend findet ein Konzert statt. Für den etwa 100 Mitglieder zählenden Verein endet damit die fast vierjährige Suche nach eigenen Räumen. Das geplante Alternative Jugendzentrum – ein eigenes Haus für Konzerte und Vereinsleben der linken Szene, wie es sich in Chemnitz und vielen anderen größeren Städten etabliert hat – sei es nun doch nicht geworden, sagt Kassenwart und Linke-Stadtrat René Hahn: „Mit etwa 140 Quadratmetern sind die Räume dafür einfach zu klein.“ Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und die „Volxküche“ seien aber regelmäßig geplant. Der Verein ist seit Oktober bereits Mieter der Kellerräume, in den Umbau sind laut Hahn bisher rund 3000 Euro investiert worden, unter anderem für Toiletten. (cge)

Performance: Diese Stadt ist nicht…

Kunstperformance am 4. November 2013 auf dem Zwickauer Marienplatz
Veranstaltung im Rahmen der »Novembertage« des Demokratie-Bündnis

Im Rahmen der »Novembertage« des Bündnis für Demokratie und Toleranz in Zwickau, die sich hier auf Spurensuche begeben, findet das Happening »Diese Stadt ist nicht…« auf dem Zwickauer Marienplatz am Montag, den 04. November ’13 zwischen 12:00 und 16:00 Uhr statt. Hierfür wurden die Künstlerinnen Vanja Vukovic und Snezana Golubovic aus Frankfurt/M von Sebastian D Kriegsmann, einem engagiertem Zwickauer eingeladen, um gemeinsam mit der Crew vom ‚Roten Baum‘ Zwickau eine Performance durchzuführen.
„Bei unserer Performance möchten wir im öffentlichen Raum Koffer verteilen, die unverrückbar sind – diese stehen als Metapher für Migration. Ausgewählte Passanten gemeinsam mit der Crew vom Roten Baum Zwickau zusammen werden mit Augenbinden blind durch den Koffer Parkur wandern.“, so schildert Vukovic die Performance für die Fussgängerzone an der Inneren-Plauenschen-Straße in Zwickau.
Danach, am Dienstag, den 05. November, sind die beiden Hauptakteurinnen des Happening mit Klaus Fischer vom Kunstverein »Freunde Aktueller Kunst« um 18:00 Uhr im Gespräch und für Fragen aus dem Publikum gern zu haben…