„Roter Baum“ e.V. Zwickau

Archiv Seite 2

IV. Konzert- und Themenabend

Baumhaus und Marienthal United präsentieren »If the kids are united against racism«
Am Samstag, den 19. Dezember 2015 im Klubhaus Sachsenring, Crimmitschauer Str. 67

Bereits zum vierten Mal wollen wir mit dem Konzert- und Thementag ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen und mit Euch gemeinsam einen Tag zelebrieren, der zum Nachdenken und gemeinsam glücklich sein anregt. Das Orga-Team war in den letzten Wochen kreativ und engagiert um für Euch ein Programm auf die Beine zu stellen, bei dem für alle etwas dabei ist. Leitthema in diesem Jahr ist »Meinungsfreiheit«.

Mit dabei: Toba Borke und Pheel (Moderation), Mondstaubtheater (Kindertanzensemble), Asthma la Vista (Hip Hop), Die Beatpoeten (Hate Poetry & Elektro-Punk), Die Berufschaoten (Punkrock), Call of the Primate (Alternative Metalcore), Freaks on Fire (Feuershow), Grossstadtgeflüster (Elektro-Punk) und Mellow Mark (Reggae). (mehr…)

Die Rückkehr des Punk nach Zwickau

Das Störfaktor-Festival am 10. & 11. Juli mausert sich zum bundesweiten Szenetreff.
Christian Gesellmann in der Freien Presse vom 1. Juli 2015

Zwickau. Mitte Juli findet auf dem Flugplatzgelände das Festival Störfaktor statt und hebt Zwickau für ein Wochenende wieder auf die Landkarte der deutschen Punk-Szene. Rund 200 Tickets für die siebte Auflage der zweitägigen Musikveranstaltung sind bereits verkauft, „viele davon haben wir an Adressen in den alten Bundesländern verschickt“, sagt Tony Fischer, einer der Organisatoren. Auch Gäste aus dem Ausland haben sich angekündigt. Rund 700 Teilnehmerzusagen zählt die Facebook-Seite derzeit. „Einige kommen schon seit dem ersten Jahr zu jedem Störfaktor. Viele helfen auch beim Auf- und Abbau“, sagt der 23-Jährige.

Das Festival ist nicht kommerziell, alle Preise so niedrig gehalten wie möglich – was nur geht, weil die Punkszene so solidarisch ist, sagt Fischer. Das Bier kostet für Festivalverhältnisse utopische 1 Euro, fürs Müllsammeln gibt es Getränkemarken, und Künstler werden privat untergebracht. Freiwillige Helfer kommen aus Dresden, Hof, Leipzig oder Plauen angereist. „Viele sagen: Punk ist tot. Aber das haben sie auch schon 1979 gesagt. Klar ist heute alles weniger dreckig und mehr Lifestyle. Aber das ist auch überhaupt nicht schlimm“, findet Fischer. Er ist selbst Sänger und Gitarrist der Deutschpunkband Klostein, betreibt das Musiklabel Schockeffekt Records, und als Mitglied des Vereins „Roter Baum“ ist (mehr…)

Ja zu Alternativer Jugendkultur

„Ich werde die Schaffung eines festen Alternativen Jugendzentrums unterstützen.“
Am 21. Mai 2015 beim Wählerforum von „Freie Presse“ und Demokratie-Bündnis im Gasometer

2. Familien- & Straßenfest

Der Mensch steht im Mittelpunkt – nicht die Herkunft.
Am Samstag, den 14. März von 10 – 16 Uhr im Hof der Anne-Frank-Schule

Nach der gelungenen Erstauflage am 15.11.2014 geht es nun in die zweite Runde um das Kennenlernen von Alt- und Neu-Zwickauern weiter voran zu bringen. Wir haben diesmal auch die Bewohner der Kopernikusstraße eingeladen. Willkommen sind alle Zwickauer. Es gibt ein buntes Familienprogramm mit Sport-, Musik- und Bastelangeboten. Und auch das Mitbringbuffet verspricht wieder eine kulinarische Entdeckungsreise. Wir freuen uns auf Euch! (mehr…)

Menschen auf der Suche nach Frieden

Mehrere hundert Gäste haben am Samstag das Willkommensfest für Asylbewerber in Neuplanitz besucht. Das verlieh dem Stadtteil eine neue Note.
Sara Thiel in der Freien Presse vom 17. November 2014

Zwickau – Beate Wiegner sitzt in der Sonne und schaut dem Treiben mit ein bisschen Abstand zu. Die Musik, die hier über den Hof schallt, ist eher mal nichts für die 50-Jährige. Und die ganzen Kinder hier, die laut durcheinanderquasseln, obwohl sie kaum deutsch können und manchmal auch gar nicht ihren Gegenüber verstehen? Beate Wiegner lächelt. „Sind doch auch Menschen“, sagt die Neuplanitzerin.

Sie hat von den Protesten gegen die Asylbewerber, die in dem Stadtteil eine Wohnung bekommen haben, gehört. Aber sie hat ihnen nicht so viel Gewicht beigemessen. „Jeder Mensch soll in Frieden leben“, findet sie. „Und es macht mich glücklich, wenn die Kinder hier wieder spielen können.“ Angst vor diesen Menschen hat sie nicht. „Ich gehe abends arbeiten und habe noch nie Angst vor jemandem gehabt.“

Das würde Ghassam Al Akoum auch gern sagen. Die 48-Jährige ist mit ihrem Mann aus dem Libanon geflohen. Sie hatte dort ein kleines Restaurant – und Ärger mit der Hisbollah, einer im Libanon agierenden Partei und Miliz. Ihre Kinder im Alter von 16 bis 20 Jahren hat sie zurückgelassen, für deren Flucht sei nicht genug Geld da gewesen. Hier in Deutschland sucht sie Frieden, sagt sie. Und eine Möglichkeit, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Gefunden hat die Frau noch keinen Frieden, erst kürzlich sei sie hier in Zwickau von drei Fremden bedroht worden, einer habe ihrem Mann ein Messer an den Hals gehalten. Was sie wollten, weiß sie nicht – so gut versteht sie noch kein deutsch. Ghassan Al Akoum hat den Vorfall der Polizei gemeldet – und versucht nun, tatsächlich Frieden zu finden. Sie hat für das Fest libanesisch gekocht, denn auch Freundschaft führt durch den Magen. (mehr…)