Stay Rebel Konzept « „Roter Baum“ e.V. Zwickau

Die Idee aus Chemnitz:
„Multikulturelles Festival zur Stärkung der demokratisch toleranten Kultur in Chemnitz und Umland“

stay rebelWir sind eine Gruppe engagierter junger Menschen aus Chemnitz und Umgebung. Nach wie vor sind wir schockiert darüber, fast täglich von Anfeindungen und Übergriffen auf AusländerInnen und andere gesellschaftliche Minderheiten lesen zu müssen, als aktuelle Beispiele sind hier die brutalen Angriffe auf das alternative Projekt „Schwarzer Peter“ in Limbach zu nennen oder allein die Tatsache, dass angeblich „autonome“ Nazistrukturen in Sachsen auf massiven Stimmenfang in der hiesigen Jugend gehen.

Wir engagieren uns seit geraumer Zeit in unserer Stadt aktiv und betreiben Aufklärungsarbeit über Rechtsextremismus, Rassismus und deren gesellschaftlichen Hintergründe. Im Juni 2008 gelang es uns bereits ein buntes, generation- und kulturenübergreifendes sowie toleranzförderndes Programm auf die Beine zu stellen. Die Zahl von über 800, vorwiegend jungen BesucherInnen hat uns dabei gezeigt, dass solch ein Ereignis auch von vielen Menschen gerne wahrgenommen wird und werden will – wir konnten auf den Erfolg des Vorjahres aufbauen. Aus diesem Grund wollen wir wieder ein Festival dieser Art für mehr Toleranz und Demokratie veranstalten, um auf die gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen und Strategien, Veranstaltungen, Gruppen gegen diese Tendenzen vorzustellen.

Im Gegensatz zu den Vorjahren möchten wir allerdings über das eintägige Festival – welches wieder im Park der Opfer des Faschismus in Chemnitz, Ende Mai, stattfinden soll – hinaus eine Veranstaltungsreihe zum selben Themengebiet im Vorfeld initiieren, welche im weiteren Chemnitzer Umland stattfinden soll.

Momentan planen wir sehr differenzierte Vorträge um ein möglichst breites Spektrum an Interessen zu wecken. Die Referate und Diskussionen werden sich mit Faschismus, Rassismus, Globalisierungskritik und weiteren Themenfeldern beschäftigen. Außerdem ist es uns sehr wichtig, die noch immer vorhandenen gesellschaftlich bedingten Unterschiede zwischen dem weiblichen und männlichen Geschlecht abzubauen. Deshalb werden wir uns um einen antisexistischen und emanzipatorischen Vortrag bemühen, um für mehr Gleichberechtigung im Alltagsleben einzutreten. Um ein großes Publikum zu erreichen und politisch sowie menschenrechtlich bildend tätig zu sein, wird für das Festival in Chemnitz kein Eintritt verlangt! Aus diesem Grund wird es als Kundgebung mit kulturellem Rahmenprogramm angemeldet. Die Werbung wird in Form von Flyern, Plakaten und Pressemitteilungen stattfinden.

Der kulturelle Teil wird aus verschiedenen Bands aus Chemnitz und Umgebung bestehen, die auf einer Bühne, die räumlich getrennt von den Zelten der Workshops steht, spielen. Auf dieser werden dann auch Hinweise bzw. kurze Vorträge zu Veranstaltungen in den Zelten zu hören sein, um bei dem Publikum Interesse zu verschieden Themen zu wecken. Die Beiträge der Bands sollen sich auf verschiedene Stilrichtungen beziehen, um ein möglichst großes Publikum anzulocken. Ebenfalls werden wir im Anschluss an die musikalischen Vorträge wieder einen Film zu einem der oben angeschnittenen Themen vorführen. Damit unser Publikum nicht verhungern muss, wird eine sogenannte Volxküche eingerichtet und ein Kuchenbasar aufgebaut, dazu wird voraussichtlich Café Libertad aus Mexiko ausgeschenkt. Die Erlöse aus dem Kuchenbasar sollen einer regionalen oder überregionalen Hilfsorganisation gespendet werden.

Um natürlich nicht nur unser Anliegen den ChemnitzerInnen nahe zu bringen möchte wir natürlich auch eine Plattform für andere Gruppen, Vereine und gemeinnützigen Organisationen, die in Chemnitz und Umgebung aktiv sind, bieten und sich mit ihren Aktivitäten für ein besseres Miteinander einsetzen, für Umweltschutz, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung z.B. Greenpeace, der Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der deutschen Antifaschisten e.V. , NDC/Courage Chemnitz und weitere. Hier können sie sich präsentieren, Informationsmaterial auslegen und über ihre Ansichten und Arbeit informieren.